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Sicherung der Diagnose "Asthma bronchiale"

Die Diagnose "Asthma bronchiale" wird durch folgende Untersuchungen gesichert:

  • Lungenfunktionsuntersuchung (Spirometrie): Hierzu müssen Sie nach tiefstmöglicher Einatmung so schnell wie möglich in ein Gerät ("Spirometer") ausatmen. Dabei wird gemessen, wie viel Prozent ihres gesamten Atemvolumens Sie in der ersten Sekunde ausatmen können. Der Wert heißt "forciertes expiratorisches 1-Sekundenvolumen" ("FEV1"). Wenn er unter 75% liegt, ist die Diagnose Asthma bestätigt.
  • Provokationstest: Falls Sie im Moment der Untersuchung keine Atembeschwerden haben, wird überprüft, ob Asthma durch ein bestimmtes Medikament ("Metacholin") oder durch körperliche Anstrengung auslösbar ist, und dann wird die Lungenfunktionsuntersuchung wiederholt. Sinkt der FEV1-Wert um mehr als 20%, ist die Diagnose Asthma bestätigt.
  • Selbstmessungen des maximalen Atemflusses: Ihr Arzt gibt oder verordnet Ihnen ein so genanntes "Peak-Flow-Meter", ein kleines Röhrchen mit einer Zahlenanzeige, in das Sie zu Hause eine Woche lang mehrmals täglich so kräftig wie möglich hineinblasen müssen, vor allem dann, wenn Sie Atembescherden haben. Bitte testen Sie mindestens zweimal täglich (morgens und abends) 14 Tage lang und notieren Sie alle Ergebnisse dieser Tests. Schwanken die gemessenen Werte um mehr als 10% am Tag, so liegt wahrscheinlich Asthma vor. Sie können diese Schwankung selbst nach folgender Formel berechnen: Höchster Wert minus niedrigster Wert eines Tages geteilt durch den Tagesdurchschnitt mal 100. Bilden Sie dann den Durchschnittswert über die ersten und die zweiten sieben Tage.
  • Verbesserung der Lungenfunktion durch das Medikament Salbutamol: Wenn nach dem Einatmen von 1-2 Sprühstößen Salbutamol (enstpricht 200-400 µg) der Lungenfunktionswert ("FEV1") um mehr als 12% oder mehr als 200 ml ansteigt, ist die Diagnose Asthma bestätigt.
  • Verbesserung der Lungenfunktion durch Einatmen eines cortisonhaltigen Sprays (z.B. Budesonid): Wenn nach vier Wochen Behandlung mit einem Kortisonspray zum Einatmen der Lungenfunktionswert ("FEV1") um mehr als 12% oder mehr als 200 ml ansteigt, ist die Diagnose Asthma bestätigt. 

Bei gesicherter Diagnose eines Asthma erfolgt die Ersttherapie.

Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Sönnichsen

Andreas Sönnichsen

Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien

Univ.-Prof. Dr. med.

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