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Erfassung und Bewertung Ihres Gesundheitszustands ("Assessment")

Jeder Patient mit Asthma bronchiale sollte regelmäßig gemeinsam mit dem behandelnden Arzt seine Therapie besprechen und optimal anpassen.

  • im 1. Jahr nach der Erstdiagnose alle 1-3 Monate
  • in der Langzeitbetreuung alle 3-12 Monate
  • in der Schwangerschaft alle 4-6 Wochen
  • eine Woche nach einem akuten Asthmaanfall

Ob die Therapie in Ihrem Fall anschlägt, bewertet Ihr Arzt mithilfe eines Fragebogens ("GINA-Asthma-Control"), der die vier folgenden Fragen enthält:

  • Haben Sie in einer Woche häufiger als zweimal tagsüber Beschwerden?
  • Erwachen Sie nachts aufgrund von Asthmabeschwerden?
  • Benötigen Sie Ihr bronchienerweiterndes Dosieraerosol (z.B. Formoterol oder Salbutamol) häufiger als zweimal pro Woche?
  • Sind Sie durch Ihre Asthmabeschwerden in Ihrer körperlichen Aktivität eingeschränkt?

Wenn Sie 4 mal mit "nein" antworten können, kann man versuchen, die Therapie zu vermindern ("STEP DOWN").

Wenn Sie mindestens eine der Fragen mit "ja" beantworten, sollte die Therapie angepasst und intensiviert werden ("STEP UP"). 

Vor einem eventuellen "STEP UP" oder "STEP DOWN" muss natürlich die Intensität der derzeitigen Therapie (Therapiestufe) erfasst werden (siehe Stufentherapie). 

Außerdem sollten Ihre Risikofaktoren für eine ungünstige Entwicklung der Erkrankung erfasst werden: 

  • Haben Sie im letzten Monat mehr als eine Packung des Bronchien-erweiternden Sprays gebraucht?
  • Haben Sie die Medikamente regelmäßig eingenommen?
  • Sind unerwünschte Arzneimittelwirkungen aufgetreten?
  • Ist Ihre Inhalationstechnik korrekt so wie es Ihnen gezeigt wurde?
  • Haben Sie starkes Übergewicht (Body Mass Index >30 kg/m²), chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen, Refluxkrankheit oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten?
  • Wurde eine Lungenfunktionsuntersuchung durchgeführt und die FEV1 war <60%? (Eine Lungenfunktionsuntersuchung sollte 3-6 Monate nach Therapiebeginn und dann alle 1-2 Jahre durchgeführt werden).
  • Waren Sie jemals wegen Asthma auf einer Intensivstation?
  • Hatten Sie einen oder mehrere Asthmaanfälle während der letzten zwölf Monate?

Sollten Sie irgendeine dieser Fragen mit "ja" beantwortet haben, sollten Sie mit Ihrer Ärzt*in besprechen, ob man das Risiko vermindern kann.

Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Sönnichsen

Andreas Sönnichsen

Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien

Univ.-Prof. Dr. med.

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